Samstag, 31. Juli 2010 - 15:34 (CEST) - 19:04 (IST)
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Internationale Verbindungen

Heutzutage ist die bequemste Möglichkeit, nach Indien zu reisen, das Flugzeug. Der Landweg ist kompliziert, politisch unsicher und viel zu langwierig. Eine Seereise macht - ebenfalls aus Zeitgründen - wenig Sinn, es sei denn man macht eine groß angelegte Kreuzfahrt und geht in Indien an Land.

So bleibt das Flugzeug als sinnvollste Möglichkeit. Der Weg ist weitaus kürzer als die meisten schätzen würden. In 7,5 Stunden ist man von Frankfurt nach Delhi gereist.

Die Zahl der internationalen Flughäfen, über die man ins Land reisen kann, wächst ständig. Derzeit ist eine Einreise möglich über Mumbai (BOM), Delhi (DEL, Jaipur (JAI), Kolkata (CCU), Patna (PAT), Gaya, Hyderabad (HYD, Bangalore (BLR), Chennai (MAA), Trivandrum (TRV), Kochi (COK), Tiruchirappalli (TRZ), Coimbatore (CJB), Kozhicode (CCJ), Goa (GOJ), Amritsar (ATQ), Ahmedabad (AMD), Varanasi (VNS) und Lucknow (LKO).

Fast alle Fluggesellschaften bieten Flüge zu indischen Destinationen an.

Die nationale Fluggesellschaft Air India (AI) hat direkte Verbindungen von Deutschland nach Mumbai, Delhi, Hyderabad und Bangalore. Air India verfügt auch über ein größeres Streckennetz innerhalb Indiens.

Lufthansa (LH) hat neben Mumbai, Delhi und Bangalore neuerdings auch Hyderabad in ihr Streckennetz eingeschlossen.

Austrian Airlines (OS) bietet auch für deutsche Fluggäste mit kurzen Umsteigezeiten gute Verbindungen an.

Die europäischen Fluglinien Air France (AF), British Airways (BA) und KLM (KL) sowie Sri Lankan Airways (UL) bieten ebenfalls Flüge zu verschiedenen indischen Flughäfen an.

Schließlich haben viele so genannte Golf Airlines gute Anbindungen an Indien, allerdings immer mit einem Flugzeugwechsel in einem der Golfflughäfen: (Emirates (EK), Kuwait Airways (KU) oder Qatar Airways (QR), Gulf Air (GF)

Verkehrsverbindungen innerhalb Indiens

Luft

Innerhalb Indiens können Sie mit der staatlichen Indian Airlines (IC), mit ihrer Tochter Alliance Air (CD) und einer immer größer werdenden Anzahl privater Fluggesellschaften (z. Zt. Air Deccan (DN), Air Sahara (S2), Jet Airways (9W), Kingfisher (IT), SpiceJet (SG) eine Vielzahl von Städten auf dem indischen Subkontinent erreichen.

Diese Fluggesellschaften bieten auch verschiedene Flugpässe, meist zeitlich und/oder regional begrenzt an, die das Fliegen  innerhalb Indiens preiswerter machen. Für Jugendliche gelten besondere Bedingungen.

Bahn

Das indische Eisenbahnnetz ist mit über 60.000 km das größte Asiens. Es gibt verschiedene Klassen, z. B. eine 1. Klasse (mit und ohne Air Condition) und Liegewagen. Die 2. Klasse ist weitaus enger bestuhlt. In den Schlafwagen gibt es drei Etagen (three tier). Bettwäsche wird in der Regel nicht gestellt, kann aber (in der I.Klasse) geordert werden. Besonders hervorzuheben sind die neuen Shatabdi-Express-Züge, die man mit den in Europa bekannten Intercity-Zügen vergleichen kann: Hohe Pünktlichkeit, Air Condition und Verpflegung kennzeichnen den Service. Sie verkehren allerdings nur auf wenigen Strecken, z.B. Del-hi-Agra-Gwalior-Bhopal-Jhansi. Auch für das indische Eisenbahnnetz gibt es spezielle Pässe (Indrail).

Eine besondere Attraktion sind Spezialzüge, die weniger dem Verkehr und Transport zwischen zwei Orten dienen, sondern für Besichtigungen vorgesehen sind. Der berühmte Palace-on-Wheels z. B. fährt 7 Tage durch Rajasthan (September bis April). Tagsüber wird besichtigt, nachts gefahren. Speisen werden meistens im Speisewagen eingenommen. Luxus pur mit sehr komfortablen Abteilen. Das sonst übliche tägliche Kofferpacken entfällt. Dazu gehört ein umfangreiches kulturelles Programm. Buchungen und Informationen in Delhi Rajasthan Tourism Office, Bikaner House, Pandara Road, Tel.: 0091-(0)11-23381884, 23383837.

Ein ganz neuer Zug fährt drei Nächte/vier Tage durch Shekawati, dorthin, wo im 19./20. Jahrhundert reiche Kaufleute ihre Paläste mit einer unglaublichen Bildervielfalt geschmückt haben. Dieser Zug wird auch über den „Palace on Wheels" organisiert.

Neben der regulären Eisenbahn gibt es eine Reihe von Spezialzügen. Dazu gehören beispielsweise der berühmte „Toy Train" nach Darjeeling (bis 2.100 m hoch), die „Kalka-Shilma Himalaya Queen" im Vorgebirge des Himalaya (96 km lang), und der „Nilgiri Express" nach Ootacamund (heute Udhagamandalam). Spurweite etwa 60 cm. Ingenieursleistungen des 19. Jahrhunderts, von britischen Ingenieuren.

Straße

Ein großer Teil des indischen Personenverkehrs findet auf der Landstraße statt. Busse unterschiedlichster Kategorien verbinden fast alle Städte und Dörfer. Neben den oftmals überfüllten regulären Bussen gibt es auch besondere Luxusbusse, die man im voraus buchen kann. Sie sind durchaus auch für Europäer gut geeignet. Gruppenreisende erhalten besondere Busse für ihre Rundreise von ihrer Agentur. Über die Agenturen kann man auch einen eigenen Wagen mit Fahrer bestellen. Es ist die angenehmste und flexibelste Weise, durch Indien zu fahren. Wegen der Straßenverhältnisse (dichter Verkehr, schmale Straßen in teilweise schlechtem Zustand) sollte man aber eine Durchschnittsgeschwindigkeit von nicht mehr als 30-40 km/h veranschlagen.

Neuerdings gibt es auch mautpflichtige Autobahnen mit gänzlich getrennten Richtungsbahnen. Das Netz wird ständig ausgebaut.

Andere Verkehrsmittel in Indien

Neben den genannten Verkehrsmitteln gibt es einige Besonderheiten, die auch für den Personentransport gedacht sind. Speziell in Rajasthan kann man ausgedehnte Kamelsafaris machen. In Kerala sind alte Kähne, die zum Transport von Reis gedacht waren, zu luxuriösen Hausbooten umgebaut worden. Auf ihnen kann man tagelang in den Lagunen und Kanälen (back waters) von Kerala spazieren fahren und auf angenehm entspannte Art, Millionen von Palmenbäumen und immergrüne Reisfelder genießen - Vollpension an Bord.

Verkehr vor Ort

In den Städten gibt es überall ein reichhaltiges Angebot von individuellen Verkehrsmitteln. Öffentliche Linienbusse sind vielleicht nicht gerade geeignet für Touristen. Wohl aber Taxis und Rikshaws. Taxis und Rikshaws sind oft nicht mit einem Taxometer ausgerüstet. Es ist daher sinnvoll, den Preis für eine Reise vorher auszumachen. Für kurze innerstädtische Distanzen bieten sich so genannte Three-Wheelers an, umgebaute Scooter. Für längere Strecken und auch bei mehreren Personen ist ein Taxi besser geeignet. Sie sind überall im Straßenbild zu finden, vor allem auch vor den großen Hotels. In Kleinstädten und auf dem Land findet man noch häufig Fahrradrikshaws. Sie bieten Platz für zwei Personen.